KatmanDu schreibt:
Was ist ?
Physische Therianthropie ist die Fähigkeit,
sich von menschlicher in tierische Form und zurück verwandeln zu können.
Geistige Therianthropie ist dagegen die Fähigkeit, mental die normale
menschlichen Wahrnehmung und Reaktionen abzulegen und die eines
eines Tieres anzunehmen. Jeder von uns hier identifiziert sich mit einem
Tier, dessen Eigenschaften unsere eigenen reflektieren. Zum Beispiel
fühle ich mich sowohl von Wolf als auch Puma angezogen. Das erste ist
ein Rudeltier, das sich nur innerhalb einer Gruppe wirklich wohl
fühlt und sich vollständig auf seine Rudelgenossen verlässt. Das
zweite ist ein Einzeljäger, der andere Exemplare seiner Art nur zur
Paarung trifft. Ich fühle, dass Aspekte beider Arten in meiner Psyche
existieren.
Menschen sind Tiere. Ein Großteil der Menschheit versucht jedoch, diese
Tatsache zu verdrängen. Menschen suchten danach, alle Aspekte tierischen
Verhaltens aus ihrem Verhalten zu streichen; jemand ein Tier zu nennen
kommt einer Beleidigung gleich: es erzeugt Bilder eines unzivilisierten,
impulsiven und hedonistischen Verhaltens. Menschen versuchen, sich
selbst von der Natur zu trennen wie auch die Natur von von sich
selbst - indem sie das Land umbrechen und unterwerfen, es für
eigene Zwecke zu fesseln, es zu Erobern statt mit ihm zu leben. Im
Ergebnis muss die Menschheit mit einer vielzahl ökologischer Probleme
fertig werden, verursacht durch ihre Versuche das zu vernichten, was
sie ernährt.
Alle Menschen sind Tiere, aber es sind heute nur noch sehr wenige,
die in sich selbst hineinsehen können und die Reste ihrer tierischen
Natur erkennen. Wir, die wir spiritual therianthropy leben,
fühlen diese tierischen Überbleibsel sehr stark in uns. Wir existieren
in der menschlichen Welt, streben aber danach, unsere Verbindung
mit der tierischen zu suchen. Sie tritt mit uns durch Totems,
Träume, unsere Seele mit uns in Verbindung. Wir können die menschliche Welt
weder vollständig verlassen, noch können wir die tierische vollständig
betreten. Wir existieren dazwischen, halb Mensch und halb Tier in
unserer Psyche... mentale oder spirituelle
Gestaltwandler. Wir suchen nach einer Balance zwisschen beiden Hälften
unserer Natur, so dass wir eines Tages der Menschheit lehren zu können, wie
sie ihren Trieb nach Eroberung mit der Tatsache, dass sie die Natur
zum überleben braucht, selbst in Balance bringen kann.
Was sind Totem-Tiere?
Totem-Tiere sind Tiere, die Qualitäten und
Bedürfnisse einer Person am Besten repräsentieren.
Totems werden auf die unterschiedlichste Art und
Weise verwendet. Einige schamanistische Traditionen weisen Totems eine
große Bedeutung zu und besitzen viele unterschiedliche Totem-Tiere, Farben,
Richtungen... Andere erwähnen sie nur am Rande.
Am häufigsten wird geglaubt, dass zwei Arten von Totems existieren.
Das zentrale Totem, das definiert, wer oder was du bist. Und "äußere"
Totems, Geister, die dich umgeben und führen. Das zentrale Totem ist das
Tier mit dem du dich am stärksten identifizierst, das darstellt, was du
bist. Wie ich oben schon erwähnte, identifiziere ich micht mit dem Wolf
und dem Puma: sie stellen beide Seiten meiner Natur dar.
Äußere Totems werden gerufen, um eine Person zu führen. Wie sie
gerufen werden und wie sie auftreten hängt wiederum davon ab, welchen
Traditionen du folgst und was du glaubst.
Was haben Träume damit zu tun?
Intensive Träume, die, an die wir uns erinnern wenn wir aufwachen, sind
Nachrichten unsere Seele, unseres Unterbewusstseins. Nicht jeder hat solche
intensiven Erfahrungen: wissenschaftlich gesehen träumt jeder, aber nicht
jeder erinnert sich nach dem Aufwachen an seine Träume. Die Träume, um
die es hier geht, sind von außergewöhnlicher Lebendigkeit und Eindringlichkeit.
Sie hinterlassen einen starken Eindruck beim Träumer und scheinen
oft wichtige Botschaften zu vermitteln.
Viel von meiner Therianthropie habe ich durch Träume erfahren. Ich
habe sie nicht jede Nacht, manchmal sind Monate dazwischen. Aber die
richtig lebendigen, farbigen, interessanten Träume versuche ich zu
behalten, niederzuschreiben und interpretieren. Manchmal verwandel ich
mich in unterschiedliche Tiere in den Träumen. Manchmal spüre ich, dass
sie mir etwas wichtiges mitteilen. Jeden dieser Träume schätze ich
als Nachricht meines schwer fassbaren tierischen Geistes.
Das klingt nun so, als ob ich diesen Träume große Wichtigkeit
beimesse. Und in der Tat ist das für mich so. Aber man kann auch
ohne Träume eine starke Bindung zur eigenen tierischen Seite haben.
Sie sind nicht Voraussetzung dafür, ein Wer-Wesen zu sein.
Jedoch können sie wichtig sein, wenn es darum geht zu entdecken, was dieser
Geist dir sagen will.
In der Regel verlasse ich mich darauf, dass die Träume von selbst kommen.
Es gibt aber Wege, gezielt nach ihnen zu suchen. Eine davon beinhaltet
die Traumreisen des Autogenen Trainings. Asikaa beschreibt uns diese
Methode im nächsten Kapitel näher: